Vergänglichkeit und Erinnerung, Präsenz und Gegenwart.
Die Bilder von Leonore Weiss treten mit den Skulpturen
von Klaus Schwendner in Dialog.
Samstag 26.09. bis Sonntag, 18.10.2026
Vernissage: Samstag, 26.09.2026 um 19 Uhr
Begrüßung: Marc Grandmontagne Refernt für Bildung und Kultur, Stadt Ingolstadt
und Steffi Wanzl-Lawrenze 2. Vorsitzende BBK Obb. Nord und Ingolstadt e. V.
Einführungen: Werner Kapfer und Rudi Niedersteiner
Zu sehen sind Motorsägearbeiten, Arbeiten auf Leinwand und Papier.
Die Künstler sind am 27.09. und am 11.10.2026 anwesend. Zur Ausstellung erscheinen Kataloge.
Was bleibt
Seit vielen Jahren beschäftigt sich Leonore Weiss in ihrer malerischen Arbeit mit dem Wandel und der ständigen Veränderung der Natur. Diese Veränderungen entstehen aus dem natürlichen Wachstumsprozess der Pflanzen heraus, werden aber auch durch die fortwährenden Anpassungen an die sich ändernden Lebensbedingungen sichtbar. Ereignisse wie Sonne, Regen und Wind oder menschliches Eingreifen tragen zu diesem Wandel bei. Es bleiben Spuren unterschiedlicher Intensität zurück.
Oft nehmen wir Veränderungen gar nicht wahr, weil sie im Verborgenen und in winzigen Schritten ablaufen, oder sie sind Teil einer gewohnten Beobachtung wie die Jahreszeiten. Spektakuläre Naturereignisse werden auf andere Weise in unserem Gedächtnis haften bleiben als ein sich langsam veränderndes Blatt.
Was vom Gesehenen bleibt und in welcher Form ist ungewiss. Erinnerungen sind flüchtig, einem dynamischen Prozess unterworfen.
Was zählt
Aus massiven Baumstämmen entstehen Figuren von roher Präsenz. Mit der Kettensäge herausgearbeitet, bleiben die Spuren des Entstehungsprozesses sichtbar. Markante Schnitte, die Struktur des Holzes und bewusste Brüche in Form und Proportion prägen die Arbeiten von Klaus Schwendner. Sie beschäftigen sich mit dem Menschen, mit Widersprüchen, Verletzlichkeit und dem, was jenseits klassischer Schönheitsideale liegt.
Es gibt keinen Bauplan und keine ausgearbeitete Skizze. Die Formen entstehen während der Arbeit aus dem Stamm heraus und verändern sich mit jedem Schnitt. Überarbeiten, Zerstören und Neuentscheiden gehören ebenso dazu wie das bewusste Stehenlassen von Unregelmäßigkeiten. Es ist ein Suchen nach dem Punkt, an dem eine Figur stimmt. „Der Mensch, der mich interessiert, ist kein makelloses Bild. Er ist widersprüchlich, ungenau, voller Brüche.“
Städtische Galerie in der Harderbastei
Oberer Graben 55
85049 Ingolstadt
Donnerstag/Freitag von 14 bis 18 Uhr,
Samstag/Sonntag/Feiertag von 12 bis 18 Uhr




